Am letzten Dienstag bin ich noch einmal
nach Burundi gereist um das Land besser kennen zu lernen. Im
Gegensatz zu meiner ersten Reise bin ich dieses Mal weiter ins
Landesinnere gereist und habe somit das Land besser kennen
gelernt.
Zuerst fuhr ich nach Bujumbura, in die Hauptstadt, welche
direkt am Lake Tankanyka liegt. Dort konnte ich über Kontakte in
einer Gastfamilie unterkommen, was mir ziemlich gut gefallen hat. Die
Familie hat etwas außerhalb in einem reicheren Viertel gewohnt. Die
Familie war mit einem Fernseher, einem Kühlschrank und einer
Haushaltshilfe ausgestattet, was vor allem in Burundi ein sehr hoher
Standard ist.
Am nächsten morgen bin ich weiter
entlang der Küste Richtung Süden bis nach Rumonge, einer kleinen
Fischerstadt gefahren. Besonders gut gefallen haben mir die vielen
Mandarienenbäume, die entlang der Strecke am Straßenrand standen.
Außerdem gibt es in der Küstenregion von Burundi besonders viele
Palmen, aus deren Früchte Palmöl zum Kochen hergestellt wird.
Nachdem ich in Rumonge angekommen war, bin ich zuerst am Strand
entlang gewandert und habe den Fischern beim Bootsbau, beim Trocknen
und Verarbeiten der Fische und beim Binden von Netzen zugeschaut.
Nachdem ich mich in Rumonge umgesehen
habe bin ich nachmittags noch kurz in den naheliegenden Urwald
gefahren. Der Urwald war sehr schön, denn es gab riesige Bäume und
viele andere wunderschöne Pflanzen. Schon beim Ankommen ist eine
kleine Pavianfamilie über die Straße gelaufen, die ich später auch
beim Klettern im Urwald beobachten konnte. An den Ufern zum See hin,
hätte man auch Nilpferde und Krokodile sehen können, aber diese
haben sich leider nicht gezeigt. Als ich dann abends wieder zurück
in Rumonge das Hotel verlassen habe um noch etwas für das Abendessen
zu besorgen, war ich erstaunt, wie früh das Leben dort aufhört. Mit
dem Sonnenuntergang hört plötzlich alles auf. Da es keine
Straßenbeleuchtung gibt, sind keine Menschen mehr auf der Straße
und die Geschäfte fangen schnell an zu schließen. Doch irgendwann
kam ich zu einer Bar, in der das Nachtleben von Rumonge stattfand. Es
gab Musik, Bier und 3l Eimer gefüllt mit Bananenbier. Mit diesem
Bananenbier haben sich die Männer dort sehr günstig beglückt und
waren alle fröhlich und heiter. Auf meinem Heimweg habe ich noch die
Fischerboote raus auf den See fahren sehen. Jeden Abend fahren die
Fischer raus auf den See, werfen ihre Netze aus und locken mit ihren
Petroleumlampen die Fische an. In den frühen Morgenstunden fahren
sie dann mit ihrem Fang zurück zum Dorf.
Am nächsten Tag bin ich nach Bururi,
die Provinzhauptstadt gefahren und wollte mir ein bisschen das
Landesinnere anschauen. Doch Bururi war für mich wie eine verlassene
Stadt. Nur sehr wenige Menschen waren unterwegs und der Markt war
fast komplett geschlossen. Da es nicht besonders viel zu sehen gab,
bin ich schon bald wieder zurück an den See und später wieder
Richtung Bujumbura gefahren. In jedem Dorf, indem wir auf der
heimfahrt anhielten, wurde der Bus ruckartig mit vielen
Verkäuferinnen umzingelt, die ihr Obst auf dem Kopf in Körben
trugen. Was ich zuvor noch nicht kannte war ein Teig, der aus Maniok
hergestellt wird, den die Frauen, eingewickelt in riesigen Blättern,
verkauften.
Diese Nacht habe ich wieder in der
Familie in Bujumbura übernachtet. Am nächsten Tag habe ich mich
dann auf den Weg nach Gitega gemacht. Gitega liegt ziemlich zentral
in der Mitte des Landes. Gitega war früher die wichtigste Stadt des
Landes und Sitz des Königs. Die Stadt war schön anzuschauen, weil
es dort viele Geschäftsstraßen gibt. Jedes Geschäft besitzt eine
schön bemalte Fassade, auf der der Name des Geschäfts groß
geschrieben steht. Außerdem malen auch viele Geschäfte ihre
Produkte, die sie verkaufen auf die Fassade.
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Nachwuchsfischer |
Am Samstag hat in Bujumbura ein kleiner
Frisbee Wettkampf stattgefunden, bei dem auch die Mannschaft aus
Kigali, bei der ich mitspiele angetreten. Wir haben drei Spiele gegen
Burundische Mannschaften gehabt, von denen wir auch glücklicherweise
zwei gewonne
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Beautiful Rumonge |
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Die Hauptstraßen von Gitega |
n haben. Abends habe ich mich dann am Strand in Bujumbura
ausgeruht. Am Sonntag, dem letzten Tag der Reise, habe ich noch zwei
schöne Märkte in Bujumbura besucht und bin dann anschließend
wieder zurück mit dem Bus nach Kigali gefahren. Nach den sechs
Stunden Busfahrt kam ich dann abends wieder in Kigali an.